4 Naturerbe Prosseggklamm - Aktuell

Pressefrühstück am Eingang zur Prosseggklamm

Montag, 22/08/2011

Die Mitglieder der Projektgruppe „Naturerbe Prosseggklamm“ hatten die Vertreter der lokalen Presse und des Rundfunks zu einem „Sandbankfrühstück“ eingeladen, in dem Bestreben, der Sache „Prosseggklamm“ über die Medien neuen Schub zu verleihen. Überaus erfreut waren wir, welch großes Echo und Interesse unsere Einladung hervorgerufen hatte. In der besonderen Atmosphäre der beeindruckenden Klammumgebung berichtete Projektgruppensprecher Emanuel Egger über die intensiven Bemühungen der Projektgruppe „Naturerbe Prosseggklamm“ zur Rettung der Klamm und über die neuesten Entwicklungen zur Wiederbegehbarmachung des Klammweges.

Dass dieses „Sandbankfrühstück“ auch seinem Namen gerecht wurde, dafür sorgte Meisterbäcker Ernst Joast in Zusammenarbeit mit seiner Schwester Christine. Sie verwöhnten die Anwesenden mit Leckerbissen aus ihrem Betrieb, stellten das neu kreierte „Klammbrot“ vor und gaben damit der Veranstaltung ein besonderes Gepräge.

Die Projektgruppe möchte sich an dieser Stelle bei unserem Unterstützer Bäckermeister Ernst Joast herzlich bedanken. Ebenso danken wir hier den Medienvertretern, die in der Folge in erfreulich positiver Weise über die Prosseggklamm und deren möglicher Zukunft als touristische Attraktion berichteten.

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Meisterbäcker Ernst Joast und seine Schwester Christine präsentieren am
Eingang zur Prosseggklamm das neu kreierte Klammbrot.

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Radio Osttirol Interview mit Günther Platter

24/08/2011

Prosseggklamm soll Schaupfad werden

23/08/2011 Artikel Dolomitenstadt.at

Touristisches Vorzeigeprojekt am Tor zum Nationalpark geplant.

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Es war ein besonderer Moment für das Häufchen engagierter Aktivisten, die sich am Montag, 22. August vor “ihrer Proseggklamm” zum Gruppenfoto aufstellten. Was kaum jemand zu hoffen gewagt hatte, trat ein.

Der Matreier Bürgermeister Andreas Köll und die Tiwag verwarfen vor wenigen Tagen ganz offiziell jene Kraftwerkspläne, die den Tauernbach im Bereich der Proseggklamm betroffen hätten und bekennen sich zum Schutz des Naturjuwels. 90 Mal haben die Kraftwerksgegner bei unterschiedlichsten Institutionen und Behörden vorgesprochen, erzählte der Sprecher der Gruppe, Emanuel Egger.


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Emanuel Egger und Andreas Steiner erzählen, was bisher passierte und künftig geplant ist. Fotos: Expa/Groder

 

Die 13-köpfige Gruppe wollte nicht einfach Nein sagen, entwickelte Alternativvorschläge, versuchte touristische Nutzungsszenarien zu erarbeiten und zu zeigen, dass Natur an sich Wert hat. Ein Wasserschaupfad soll entstehen, vielleicht auch ein Kletterprojekt. Vor Journalisten skizzierte Gruppensprecher Emanuel Egger den Weg zum Etappensieg und die weiter geplanten Schritte zur Entwicklung eines touristischen Vorzeigeprojekts.

Ein runder Tisch mit Politikern, Touristikern und der Tiwag soll demnächst die Meilensteine definieren. Als Schützenhilfe fanden sich beim Pressetermin auch der Osttiroler Wassersport-Guru Thomas Zimmermann und Paradebäcker Ernst Joast ein. Letzterer bestückt seine Filialen neuerdings mit einem “Klamm-Brot”, von dessen Erlös 10% in die Projektentwicklung fließen werden.

Erste Ideen für den Schaupfad wurden schon zu Papier gebracht, er soll eine Gefahrenstelle umgehen und dadurch attraktiver und kostengünstiger werden. Gutachten und Machbarkeitsstudien sind auf dem Weg. Euphorie machte sich am Montag dennoch nicht breit. Die Aktivisten kennen das politische Terrain rund um den Tauerbach dafür zu gut. Sie will den Gletscherbach erhalten und zwar ohne Speicher im Oberlauf, der immer noch durch die Köpfe der Tiwag-Planer geistert.

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Original Online-Artikel auf www.dolomitenstadt.at

EIN ETAPPENZIEL ERREICHT

Die neueste Entwicklung bei der Projektierung eines TIWAG-Kraftwerkes am Tauernbach hat eine völlig überraschende Wende gebracht. Knapp bevor das Projekt eingereicht werden sollte, wird an eine Umplanung gedacht.

Zumindest in einem Detail höchst erfreulich: 

Die Prosseggklamm wird aus dem Projekt herausgenommen, das Kraftwerk ist im Bereich der TAL-Pumpstation vorgesehen.

Damit ist ein wichtiges Ziel erreicht, für das sich die Projektgruppe Naturerbe Prosseggklamm mit aller Kraft in den letzten Jahren eingesetzt hat. 

Die intensiven Bemühungen aller Mitglieder der Projektgruppe, die nicht müde wurden, die Einmaligkeit der Klamm darzustellen, Kontakte zu knüpfen, Verbündete zu suchen, Expertengutachten einzuholen, in zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen auf den unschätzbaren Wert der Prosseggklamm hinzuweisen bzw. vor den Folgen der Zerstörung zu warnen, haben offensichtlich bei den Entscheidungsträgern Eindruck hinterlassen und zu einem Umdenken geführt.


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Es gilt allerdings jetzt mit höchster Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung zu beobachten und vor allem daran zu arbeiten, dass

  • die Prosseggklamm möglichst rasch saniert und wieder zugänglich gemacht wird, unabhängig von zukünftigen Kraftwerksplänen,

 

  • im Sinne der Nachhaltigkeit eine ganzheitliche Sicht für die Entwicklung unserer Nationalparkregion den Vorrang gegenüber kurzfristigen (kurzsichtigen) Interessen bekommt.



Die Projektgruppe Naturerbe Prosseggklamm wird weiterhin mit vollem Engagement für ihre Ziele eintreten. Nicht nur der erzielte Teilerfolg, sondern auch der zunehmend große Rückhalt in der Bevölkerung sind Antriebe dazu.


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Lassen auch bei den TIWAG-Spitzen in Innsbruck keinen Zweifel am entschlossenen Kampf
für die Prosseggklamm: die Mitglieder der Projektgruppe Naturerbe Prosseggklamm.